Berichte

6. November 2008
EHLEBRACHT-Konzern: Plus bei Umsatz und Ergebnis in den ersten neun Monaten 2008
Zwischenmitteilung gem. § 37 WpHG: Geschäftsverlauf Januar bis September 2008

  • Umsatzsteigerung von 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr
  • Konzernumsatz wächst auf 48,0 Millionen Euro (Vorjahr: 43,0 Millionen Euro)
  • Ergebnis vor Steuern (EBT) mit 2,5 Millionen Euro (Vorjahr: 1,1 Millionen Euro) mehr als verdoppelt
  • Konzern bestätigt trotz rückläufiger Konjunktur Umsatz- und Ergebnisziele für 2008

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Mehrere Faktoren haben zum Abschwung der Weltwirtschaft im Laufe des Jahres
beigetragen: der weltweite rohstoffbedingte Inflationsschub, die von den USA ausgehenden
Probleme auf den Immobilienmärkten sowie die globale Finanzmarktkrise. Deren
dramatische Zuspitzung in jüngster Zeit trübte den konjunkturellen Ausblick zusätzlich. Zum
Ende der ersten neun Monate 2008 mehrten sich die Anzeichen für eine Ausdehnung der
Finanzmarktturbulenzen auf die Realwirtschaft und die Konjunktur. Deutschland droht im
kommenden Jahr zumindest eine Stagnation der Wirtschaft. In ihrem Herbstgutachten sehen
die acht führenden Forschungsinstitute die deutsche Volkswirtschaft 2009 in einem
Basisszenario bei einem Plus der Wirtschaftsleistung von 0,2 Prozent. Im Risikoszenario ist
von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 0,8 Prozent auszugehen.

Geschäftsentwicklung Januar bis September 2008
Der EHLEBRACHT-Konzern bestätigte nach den ersten neun Monaten 2008 seine positive
Geschäftsentwicklung mit deutlichen Steigerungen sowohl der Umsatzerlöse als auch des
Ertrags. Die im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse sowie den Börsen in
Berlin und Düsseldorf notierte EHLEBRACHT AG verzeichnete mit ihren in der Kunststoff und
Möbelfunktions-Technik tätigen Gesellschaften zum 30. September 2008 ein zweistelliges
Umsatzwachstum und mehr als eine Verdoppelung des Ergebnisses vor Steuern.

Von Januar bis September erzielte die Unternehmensgruppe Umsatzerlöse in Höhe von 48,0
Millionen Euro (Vorjahr: 43,0 Millionen Euro). Das ist ein Plus von 5,0 Millionen Euro oder
11,6 Prozent. Trotz der sich immer weiter eintrübenden Konjunkturaussichten und den immer
neuen Negativschlagzeilen im Zuge der weltweiten Finanzkrise hielt das Geschäft des
EHLEBRACHT-Konzerns robust seinen Wachstumskurs. Im letzten Monat der
Berichtsperiode baute der Konzern sein Umsatzvolumen von 4,5 Millionen Euro im Vorjahr
um 1,0 Million Euro auf 5,5 Millionen Euro aus.

Wesentlicher Grund für die insgesamt gute Entwicklung sind die Zuwachsraten im Geschäft
mit inländischen Kunden. Die Inlandsumsätze legten auf 30,8 Millionen Euro (Vorjahr: 25,3
Millionen Euro) zu. Das entspricht einer Steigerung um 5,5 Millionen Euro oder 21,7 Prozent
gegenüber dem Vorjahr. Die Exportumsätze erreichten das Vorjahresniveau nicht. Sie lagen
mit 17,2 Millionen Euro um 0,5 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 17,7 Millionen
Euro.

Wachstumstreiber im EHLEBRACHT-Konzern war die Kunststoff-Technik. Der
Geschäftsbereich baute sein Umsatzvolumen gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Millionen Euro
auf 27,1 Millionen Euro aus. Das ist ein Wachstum von 24,3 Prozent. Die EHLEBRACHT-Kunststoff-
Technik hat ihr Geschäft im Inland um 4,7 Millionen Euro auf 17,6 Millionen Euro
und im Ausland um 0,6 Millionen Euro auf 9,5 Millionen Euro ausgebaut. Alle Unternehmen
der Kunststoff-Technik haben zu diesem Aufbau beigetragen. Den größten Anteil steuerte
Ehlebracht Berlin mit einem Umsatzplus von rund drei Millionen Euro im Vergleich zum
Vorjahr bei.

Die Möbelfunktions-Technik erreichte nach neun Monaten 2008 nahezu das
Geschäftsvolumen der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Umsätze lagen mit 20,7
Millionen Euro (Vorjahr: 20,9 Millionen Euro) knapp unter dem Vorjahreswert. Im Inland
erwirtschaftete die Möbelfunktions-Technik Umsätze von 12,9 Millionen Euro (Vorjahr: 12,1
Millionen Euro) und im Exportgeschäft von 7,8 Millionen Euro (Vorjahr: 8,8 Millionen Euro).

Die Möbelfunktions-Technik bekam die negativen Einflüsse aus der Immobilien- und
Finanzkrise deutlich zu spüren. Geringere Nachfrage der Verbraucher nach Küchen- und
Badmöbeln führte zu rückläufigen Erlösen im umsatzstärksten Geschäftsfeld „Lichtsysteme
Möbel“. Nach aktueller Einschätzung ist mit einer kurzfristigen Belebung dieses Geschäfts
aufgrund der immer noch schwachen Nachfrage der Verbraucher nach Möbeln nicht zu
rechnen. Positiv entwickelte sich 2008 das Geschäft mit Industriekunden. Ebenso zeigte die
Entwicklungs- und Vertriebsinitiative im Geschäftsfeld „Licht und Objekt“ Erfolg. Durch den
Aufbau von Neukunden entwickelte sich das Geschäftsfeld umsatzmäßig noch
unterrepräsentierte Geschäftsfeld mit den höchsten Wachstumsraten.

Ergebnissituation
Der EHLEBRACHT-Konzern hat seine Ergebnisse kontinuierlich verbessert. Nach den ersten
drei Quartalen im Geschäftsjahr 2008 liegt die Unternehmensgruppe mit den erzielten
Ergebnissen im Plankorridor und über dem Vorjahr. Positiv wirkte sich das gestiegene
Geschäftsvolumen aus. Es führte zu höheren Roherträgen sowohl aus Menge als auch beim
Wert. Ferner realisierten sich positive Effekte aus der 2007 abgeschlossenen
finanzwirtschaftlichen Restrukturierung. Durch die Entschuldung des Konzerns haben sich
die Belastungen aus dem Zinsergebnis auf 0,7 Millionen Euro gegenüber 1,4 Millionen Euro
im Vorjahreszeitraum halbiert.

Das EBT (Ergebnis vor Steuern) der ersten neun Monate 2008 hat der Konzern gegenüber
der Referenzperiode 2007 mehr als verdoppelt. Es liegt mit 2,5 Millionen Euro um 1,4
Millionen Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres von 1,1 Millionen Euro. Der Konzern
bestätigt auf dieser Ergebnisstufe seine für 2008 angestrebte EBT-Marge von rund 5 Prozent.

Nach Steuern erwirtschaftete die Unternehmensgruppe ein Neunmonatsergebnis von 1,9
Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr mit 0,7 Millionen Euro repräsentiert dieses
Wachstum um 1,2 Millionen Euro ebenfalls mehr als eine Verdoppelung.

Vermögenslage/Finanzierung
Per 30. Juni 2008 betrug die Eigenkapitalausstattung des EHLEBRACHT-Konzerns 30,7
Millionen Euro. Das entsprach einer Eigenkapitalquote von 61,3 Prozent. Die
Nettoverschuldung des Konzerns gegenüber Banken war mit 8,2 Millionen Euro (16,4
Prozent der Bilanzsumme 30.06.2008) vergleichsweise gering. Wesentliche Veränderungen
haben sich in diesen Positionen zum 30. September 2008 nicht ergeben.
Die Finanzierung der Unternehmensgruppe ist aufgrund der bestehenden Verträge solide
und als gesichert einzustufen.

Risiken der künftigen Entwicklung
Gegenüber dem Risikobericht im Geschäftsbericht 2007 sind im Geschäftsjahr 2008 bisher
keine erheblichen Änderungen eingetreten, die inhaltlich über die aufgezeigten Risiken
hinausgehen und über die hier zu berichten wäre. Allerdings hat die Finanzkrise in den
letzten Wochen über eine größere Verunsicherung hinaus zu einer deutlich schlechteren
Einschätzung der künftigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geführt. Eine Rezession ist
nicht mehr vollkommen auszuschließen. Eine Eintrübung der Konjunktur erhöht die Risiken
der künftigen Entwicklung von Unternehmen, auch des EHLEBRACHT-Konzerns. Ein
wirtschaftlicher Abschwung könnte Wachstum und Ergebnis der Unternehmensgruppe
belasten.

Wichtige Ereignisse nach Quartalsende
Darüber hinaus sind im Zeitraum zwischen dem Ende der Berichtsperiode und Erstellung der
zweiten Zwischenmitteilung 2008 keine den EHLEBRACHT-Konzern betreffenden
nennenswerten Ereignisse aufgetreten.

Entwicklung Aktienkurs
Der Aktienkurs der Stämme zeigte im Geschäftsjahr 2008 eine nicht zufrieden stellende
Entwicklung. Die Kursrutsche an den globalen Börsenmärkten infolge der Krise der
Finanzmärkte belastete die Entwicklung der EHLEBRACHT-Stammaktie erheblich. Der Kurs
fiel im laufenden Jahr unter den rechnerischen Nominalwert einer Aktie von 1,50 Euro. Das
Wertpapier konnte das Kursniveau von mehr als zwei Euro zu Jahresbeginn nicht halten.
Zwischenzeitlich notierte die EHLEBRACHT-Stammaktie bei nur rund einem Euro. Der Kurs
am 30. September 2008 notierte bei 1,20 Euro.

Ausblick
Der EHLEBRACHT-Konzern hat die Weichen klar auf organisches Wachstum und
Ergebnisverbesserung gestellt. Hierfür hat die Unternehmensgruppe gezielt in den Ausbau
der Produktionsstandorte investiert. Alle Werke in Deutschland, der Slowakei und China
werden davon profitieren. Einschließlich geleaster Maschinen wird der Wert der 2008
zugegangenen neuen Maschinen, Anlagen und Einrichtungen ein Volumen von rund 5
Millionen Euro erreichen. Zur Ausweitung der Fertigungskapazitäten ist Elektra VEM China
bereits gegen Jahresmitte 2008 in größere Räumlichkeiten mit neuen Spritzgießanlagen
umgezogen. Für Ehlebracht Slowakei steht der Umzug in neue Räumlichkeiten gegen
Jahresende 2008 an. An den deutschen Standorten hat der Konzern gezielt in Ersatz- und
Erweiterungsmaßnahmen zur Rationalisierung investiert. Mit Abschluss dieser investiven
Phase 2008 hat die EHLEBRACHT-Gruppe die Voraussetzungen für eine erfolgreiche
Geschäftsentwicklung geschaffen.

Unter Berücksichtigung der Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten und der
aktuellen Auftragslage hält der EHLEBRACHT-Konzern an seiner Prognose für 2008 mit
einem Konzernumsatz von rund 60 Millionen Euro und einem Ergebnis vor Steuern von 2,5
bis 3,0 Millionen Euro fest.

In Anbetracht der Turbulenzen auf den globalen Finanzmärkten, der allseits großen
Verunsicherung, die bereits heute zur Kaufzurückhaltung der Verbraucher geführt hat, bis hin
zu den rezessiven Wirtschaftsprognosen hat sich die Einschätzung des Geschäftsverlaufs
2009 für den EHLEBRACHT-Konzern erschwert. Sofern keine außergewöhnlichen
belastenden Veränderungen eintreten sollten, ist das Erreichen des für 2009 festgesetzten
Umsatzziels von 60 bis 65 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Steuern von rund 3 Millionen
Euro weiterhin realistisch.

Sonstige Angaben
Die in der vorstehenden Zwischenmitteilung getroffenen Angaben und Aussagen zu
zukunftsgerichteten Entwicklungen und Ergebnissen des EHLEBRACHT-Konzerns beruhen
auf Annahmen, Erfahrungswerten und auch Einschätzungen des Vorstands der
EHLEBRACHT AG. Für ihren Eintritt kann nicht garantiert werden. Letztlich bergen diese
Annahmen auch Risiken und Unsicherheiten, die zu einer deutlichen Abweichung der
tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Resultaten führen können.


Enger, im November 2008

EHLEBRACHT AKTIENGESELLSCHAFT
Der Vorstand


Bei Rückfragen:
EHLEBRACHT AG
Bernd Brinkmann, Finanzvorstand
Tel.: +49 5223 185-128
E-Mail: b.brinkmann@ehlebracht-ag.com
Internet: http://www.ehlebracht-ag.com

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